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Glossar

< class="ce_glossar_headline"> Anwartschaftsbarwertverfahren

Der Begriff Anwartschafts­barwertverfahren bzw. Projected-Unit-Credit-Method bezeichnet ein versicherungs­mathe­matisches Bewertungs­verfahren für Verpflich­tungen aus betrieb­licher Alters­versorgung, das im inter­nationalen Rechnungs­legungs­standard IAS 19 und in vielen aus­ländischen Rechnungs­legungs­standards wie FAS 87 (US-GAAP) und FRS 17 (UK-GAAP) vorge­schrie­ben ist. Seit dem Bilanz­rechts­moderni­sierungs­gesetz (BilMoG) wird dieses Ver­fahren auch nach Handels­recht ver­mehrt an­ge­wandt (in einigen Fällen ist es sogar hier­nach vor­geschrie­ben[1]).

Im Gegensatz dazu wird für die Pensions­rück­stellungen in der Steuer­bilanz das Teilwert­verfahren angewandt. Dieses Verfahren kommt auch für das Handels­recht in Betracht[2].

Beim Anwart­schaftsbar­wert­verfahren wird zu jedem Bewertungs­stichtag nur der Teil der Verpflichtung bewertet, der bereits verdient ist. Der Barwert des verdienten Teils der Verpflichtung wird mit Defined Benefit Obligation (kurz DBO) bzw. - nach FAS 87 - Projected Benefit Obligation (kurz PBO) benannt. Der Teil der Verpflichtung, der im nächsten Jahr hinzuverdient wird, wird ebenfalls bewertet und als Service Cost (Dienstzeit­aufwand) bezeichnet. Zusätzlich werden für das folgende Jahr Interest Cost (Zinsaufwand) und Expected Payments (erwartete Leistungen) ermittelt.

Bei den Interest Cost handelt es sich um die Steigerung der Verpflichtung, die nur auf dem Zins beruht. Zinsträger ist die DBO am Anfang des Jahres. Abgezogen werden die erwarteten Zahlungen, jeweils gewichtet mit dem Jahresbruchteil, für den sie nicht mehr als Zinsträger zur Verfügung stehen. Bei Rentenzahlungen entspricht das etwa der Hälfte der Jahresrente.

Schreibt man die DBO durch Erhöhung um die Service Cost und Interest Cost fort und zieht die Expected Payments ab, erhält man eine Schätzung für die DBO zum nächstjährigen Bewertungsstichtag. Abweichungen ergeben sich nur noch durch sogenannte versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste oder durch Sondereffekte wie Leistungskürzungen.und in vielen ausländischen Rechnungslegungsstandards wie FAS 87 (US-GAAP) und FRS 17 (UK-GAAP) vorgeschrieben ist. Seit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wird dieses Verfahren auch nach Handelsrecht vermehrt angewandt (in einigen Fällen ist es sogar hiernach vorgeschrieben).

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