Language
Language
Hotline: 0800 - 900 89 89 info@pcak.de

Auch 2018 wird nicht über das Alter nachgedacht! Die sieben Irrtümer zur Rentenversorgung

04.01.2018

Zu einer der Schwächen des mensch­lichen Verhaltens zählt es, sich erst Gedanken über ein Problem zu machen, sobald es imminent ist. Die Klima­erwärmung wäre so ein Beispiel. Auf individueller Ebene ist das Parade­beispiel für so ein Denken die Alters­versorgung. Alles, was nicht in der näheren Zukunft liegt, scheint irrelevant für den Moment. Uns so schiebt sich die wichtige Entscheidung für das Alter vorzusorgen Jahr für Jahr nach hinten und das fast schon konsequente Ignorieren vieler Menschen über das Altern und die Alters­versorgung hat zur Folge, dass sich gefährliche Irrtümer in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben, die eine richtige und sichere Alters­versorgung verhindern.

 

Irrtum Nr. 1: Mit dem Renten­eintritt hört die finanzielle Planung auf

Zu Renten­beginn haben viele noch ein Drittel ihres Lebens vor sich. Wie das finanziell abgesichert ist, darüber macht man sich oft nur unzu­reichend Gedanken. Mit dem Ende des Berufs­lebens hören viele auf finanzielle Planungen anzustellen. Doch Berechnungen und Angebote von Banken und Ver­sicherern reichen häufig nur bis zu einem Alter von 67 Jahren oder bis zur vereinbarten Kapital­auszahlung. Laut einer Untersuchung der SMC Schmidt Management Consulting AG erhalten mindestens 80 Prozent der Sparer, die jahrelang fleißig in eine Lebens­versicherung eingezahlt haben, nach der Über­weisung der Ablauf­summe keinerlei Beratung mehr von ihrer Versicherung.

 

Irrtum Nr. 2: Sinkende Kauf­kraft

Viele Sparer würden ein garantiertes Kapital in Höhe von 100.000 Euro einer lebens­langen Rente von 350 Euro bevorzugen. Es scheint als würde Gier hier das menschliche Denken steuern. Denn für eine sicherere Absicherung im Alter birgt die Nominal­garantie die Gefahr der finanziellen Unterdeckung durch die Wirkung der Inflation. Nicht nur die Kaufkraft der Garantie­summe nach Ablauf der Anspar­phase ist um einiges niedriger als zu Beginn des Spar­vertrages, sondern auch die Kauf­kraft der Renten sinkt von Jahr zu Jahr. Das Deutsche Institut für Renten­versorgung spricht von einer nominalen Illusion.

 

Irrtum Nr. 3: Stark sinkende Kaufkraft

Die Inflation scheint kein großes Thema zu sein. Doch Experten warnen, dass auf lange Sicht wieder mit einer Geld­entwertung gerechnet werden muss. Ein kleines Beispiel zur Veran­schaulichung: bei zwei Prozent Inflation, das ist der Wert, den die Noten­bank anpeilt, sinkt die künftige Kauf­kraft von 1.000 Euro in 30 Jahren auf 552,07 Euro. Das Geld ist also nur noch die Hälfte wert. Für Sparer sollte die Inflation und die fallende Kaufkraft also Sorgen­faktor Nummer eins sein.

 

Irrtum Nr. 4: Als Rentner kommt man mit weniger aus

Zu glauben, dass sich die Grund­versorgungs­kosten im Alter stark verkleinern ist ein Kardinals­fehler. Vielleicht fallen die Fahrt­kosten zur Arbeit weg und die Ausgaben für die Versorgung von Enkeln sind geringer als die der eigenen Kinder. Doch dafür fallen an anderer Stelle Ausgaben an, die oft vergessen werden. Das Eigen­heim wird marode, Gesundheits­kosten steigen, Familien­mitglieder werden pflege­bedürftig – um nur einige der möglichen und beträchtlichen Kosten­belastungen zu nennen.

 

Irrtum Nr. 5: Im Alter zahlt man weniger Steuern

In Pension zahlt man weniger Steuern. Ein Irrtum, den viele in der Gestaltung ihrer Alters­vorsorge begehen. Man zahlt zwar keine Einkommen­steuer mehr, wodurch die Steuerbelastung stark reduziert wird, doch stellt die Besteuerung von Renten­einkommen immer noch eine große Belastung dar. Seit 2005 wird schrittweise die nach­gelagerte Besteuerung der gesetzlichen Rente umgesetzt. Neurentner des vergangenen Jahres müssen bereits 70 Prozent ihrer gesetzlichen Rente versteuern. Betriebs­renten und auch Riester­renten werden von jeher vollständig besteuert. Es wäre also sehr gefährlich zu behaupten, Steuern wären ein marginale Belastung im Alter.

 

Irrtum Nr. 6: Man selbst bleibt vom Schicksal verschont

Menschen denken ungern an die Möglichkeit, dass sie selbst zum Pflegefall werden könnte. Doch die Verkennung dieser durchaus realistischen Gefahr (rund 15% der 75-Jährigen zum Beispiel werden zum Pflegefall), kann vorhandenes Vermögen im Nu aufbrauchen. Es ist nicht schön in dieser Hinsicht vorzusorgen, weil es einem die eigene Vergänglichkeit vor Augen führt – doch nötig ist es allemal.

 

Irrtum Nr. 7: Die Lebens­erwartung

Die längere Lebens­erwartung scheint in den Köpfen der Menschen noch nicht angekommen zu sein. Nicht nur für jüngere Generationen steigt die Lebens­erwartung stetig, auch ältere Menschen können sich auf ein längeres Leben freuen. Ein Beispiel: Eine Frau im Alter von 50 Jahren zum Beispiel hat derzeit eine Restlebens­erwartung von 36,1 Jahren, was heißt, sie wird ihren 86. Geburtstag erleben. Zugleich besteht aber eine 17-prozentige Wahrschein­lichkeit, dass sie 95 Jahre alt wird. Eine längere Lebens­erwartung ist eigentlich etwas zur Freude – man muss nur früh gut vorgesorgt haben, um sich später auch daran erfreuen zu können.

 

Quelle

Zurück

Mitgliedschaften

© 2018 p.c.a.k. pension & compensation consultants GmbH. All rights reserved.