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Das Paradoxon der Altersvorsorge: Fast jeder hat Angst vor Altersarmut, doch nur 42 Prozent sorgen entsprechend vor

28.02.2018

Dass sich die Deutschen über ihre Alters­einkünfte Sorgen machen und machen sollten, ist bekannt. Doch einer neuen Studie nach zu urteilen, machen wir uns an­scheinend noch nicht aus­reichend genug Sorgen um unsere Zukunft. Zumindest nicht in dem Aus­maß, dass sich Ängste in konkrete Maßnahmen zur Finan­zierung des Lebens­abends umwandeln. Der „Ergo Risiko-Report“ ist eine in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Bildungs­forschung ent­standene repräsentative Umfrage unter 3.200 Personen im Alter von 18 Jahren, deren Risiko­kompetenz mit besonderem Hinblick auf die Renten­vorsorge untersucht wurde. Und gibt einen interessanten Einblick in unser paradoxes Verhalten zur Renten­vorsorge.

Angst löst kein Handeln aus

40 Prozent der Befragten äußerten sich zwar besorgt, dass sie im Alter finanziell schlecht dastehen könnten. Auf der anderen Seite sorgen 42 Prozent der Deutschen gar nicht oder nur mit Beträgen von bis zu 50 Euro im Monat vor. Für Dr. Michael Fauser, Vorstands­vorsitzender der Ergo Lebens­versicherung AG, sei das ein erschreckendes Ergebnis für die Gesellschaft. Einige Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, dass sich die Deutschen der wirtschaftl­ichen Risiken im Alter durch­aus bewusst seien. Doch auf der anderen Seite würden Geldmittel in „wenig zeit­gemäße und geeignete“ Anlage­formen gesteuert.

Wie hoch ist meinte Rente?

Die Unklar­heit vieler Arbeit­nehmer über die tatsächliche Höhe ihrer Rente ist ebenso alarmierend. Dabei sollten die Befragen schätzen, wie viel Rente ein Durch­schnitts­verdiener in Deutschland, der 45 Jahre lang Beiträge ein­gezahlt hat, wohl momentan aus­gezahlt bekäme. Am Weitesten entfernt von der richtigen Antwort war die Alters­gruppe der 18- bis 30-Jährigen mit 1.037 statt 1.383 Euro im Monat. Die über 60-Jährigen kamen dem wahren Ergebnis mit einer Renten­schätzung von 1.220 Euro schon sehr nahe.

Ver­sicherungen und Immobilien

Obwohl die Zinsen auf dem Sparbuch zwischen 1970 und heute von 7% auf 0,03% gesunken sind, investiert trotzdem jeder Dritte der Befragten sicherheits­orientiert auf dem Sparbuch oder in einen Spar­brief. So konnten Versicherungen einen hohen Anteil von 41 Prozent als Anlage­form und die Wohn­immobilie einen Anteil von 39 Prozent verbuchen. Beim Abschluss von Bauspar­verträgen fielen Beamte mit 56 Prozent aus dem Rahmen.

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