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Gender Gap und bAV

31.07.2017

Das Gender Pension Gap – Frauen erzielen nur 47% der männlichen Alterseinkommen

Einem Bericht der Bundesregierung zufolge erreichen Frauen nur 47% der männlichen Alters­einkommen. Am größten ist der Unter­schied bei den Betriebs­renten, die Frauen bis zu 60% weniger Rente ein­bringen als ihren männ­lichen Kollegen. Im Durch­schnitt nur die Hälfte an Ein­kommen im Alter zur Verfügung zu haben ist ein immenses gesell­schaft­liches Problem, dass vermehrt Frauen vor Alters­armut bedroht. Für das Gender Pension Gap, wie Experten die Geschlechter­un­gleich­heit bei der Alters­rente nennen, sehen sie dafür eine Vielzahl von Faktoren verantwortlich.

Es beginnt mit erwerbs­bio­graphischen Unter­schie­den zwischen Männern und Frauen. Das Berufs­leben von Frauen wird viel häufiger – auch belegt durch Zahlen des Statistischen Bundes­amtes – durch das Groß­ziehen von Kindern oder das Pflegen von Ange­hörigen unter­brochen. Die oft langen Pausen schlagen sich dann später bei der Höhe der Rente nieder.

Zweitens trägt die struk­turelle Benach­teili­gung von Frauen in unserer Gesell­schaft dazu bei, dass die Rente im Alter oft kleiner aus­fällt. Berufe, in denen Frauen über­pro­por­tional vertreten sind, liegen in den sozialen Bereichen mit für die Branche typischen gering­eren Löhnen. Auch werden Führungs­posi­tionen in Deutschland immer noch haupt­sächlich von Männern besetzt und der Gender Pay Gap, also dass Frauen rund 23% weniger Lohn bei gleicher Arbeit verdienen, belastet die Frauen im Alter finanziell stark.

Aber alte Strukturen brechen langsam auf und verändern die Position der Frauen. Doch nach Be­rech­nun­gen des WSI Instituts dauert es im besten Fall noch 60 Jahre bis eine Ge­schlechter­gleich­heit erzielt wird. Einige politische Parteien, von allen voran die Grünen, fordern konkrete Maß­nahmen wie die flexible Voll­zeit, die Garantie­rente oder den verstärkten Ausbau von Betreuungs­ange­boten von Kindern verankert in neuen Arbeits­markt- und Renten­reformen. Es muss ver­besserte politische Rahmen­bedin­gungen geben, um Frauen im Job Männern gleich­zu­stellen. Schließ­lich ist die Rente ein Spiegel­bild des Erwerbs­lebens – Gender Pay Gap ist un­umgänglich ver­bunden  mit dem Gender Pension Gap.

28.07.2017, Versicherungsbote

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