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Hubertus heilt

23.07.2018
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Die Kombination aus dem demographischen Wandel unserer Gesellschaft und drohender, flächen­deckender Altersarmut, legt eine Frage besonders nahe: werden wir zukünftig noch in der Lage sein, anhaltend auf einem Niveau zu konsumieren, das nicht zuletzt auch unsere eigene Wirtschaft stützt?
Aus einer Anfrage der Linken im Bundestag vom April 2018 geht hervor, dass bundesweit fast jede*r fünfte Arbeitnehmer aktuell unter 2000€ im Monat verdient. Das sind insgesamt 3,7 Mio. sozialversicherungs­pflichtig Vollzeit­beschäftigte in Deutschland. In den Neuen Bundesländern ist sogar mehr als jeder Dritte davon betroffen. 

 

Wer weniger verdient, zahlt zum Einen weniger in die gesetzliche Rentenkasse ein und sorgt zum Anderen auch weniger privat für den Ruhestand vor. Folglich droht besonders im Osten Deutschlands eine massive Altersarmut, während z.B. in Baden-Württemberg „nur“ 12,4% bedroht sein dürften. 

 

Um die Unternehmen, die, gerade in Ost-Deutschland, unter einer aktuell schon geringeren Kaufkraft der Bevölkerung leiden, nicht weiter durch eine Erhöhung des Mindestlohns zu strapazieren, will die SPD die Symptome erst an einer anderen Stelle behandeln. 

 

Bundesarbeits­minister Hubertus Heil arbeitet derzeit mit der Renten­kommission an einer zeitge­mäßeren Renten­formel, nach der das Rentenniveau nicht unter 48% des letzten Einkommens sinken soll. Der erste Entwurf dieses neuen Rentenpakets würde zur Zeit mit dem Bundes­kanzleramt abgestimmt, heißt es in der „Neuen Presse“. 

 

Profitieren sollen vor Allen die Gering­verdiener, die laut Heil: „[…] mehr Geld in der Tasche haben [müssten]“. Die neue Regelung, die bereits ab dem 01.01.2019 greifen solle, hebt die Höchstgrenze, ab der volle Sozial­abgaben geleistet werden müssen für diese „Mid-Jobs“ von bisher 850€ auf 1300€ an. 

 

Mit dem so gesparten Geld können nun auch Gering­verdiener in einer adäquaten Weise privat vorsorgen und sich im alter zumindest einen Teil ihres Lebensstandards sichern. 

 

Auch Müttern, die vor 1992 mehr als drei Kinder geboren haben, soll pro Kind ein zusätzliches Erziehungs­jahr angerechnet werden. „Im nächsten Jahr werden wir zudem die Grund­rente einführen, damit die, die lange gearbeitet und in die Renten­kasse eingezahlt haben, mehr bekommen als die Grund­sicherung.“, führte Heil weiter aus. Die Umsetzung würde voraussichtlich mehrere Milliarden Euro kosten. Dies sei allerdings „nicht nur sozial gerecht, sondern auch gut angelegtes Geld", unterstrich der Politiker.

 

https://www.versicherungsbote.de/id/4868895/Rentenreform-Rentenformel-Heil/

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